Archive for July, 2007

VDR Clonen

Sunday, July 22nd, 2007

Einen digitalen Videorekorder unter Debian aufzusetzen ist mit den Paketen von e-tobi.net keine aufwändige Angelegenheit. Allerdings ist das Einpflegen der gewünschten Module, das kompilieren des Kernels 2.6.22, die Einrichtung von gemeinsamen DVB-S und DVB-T sehr zeitintensiv. Hier bietet es sich an, die Musterplatte einfach mit Tools wie dd oder Partimage zu clonen. Wie clont man allerdings die Master HD, wenn man auf der Ziel HD völlig unterschiedliche Partionsgrößen hat?
Zuerst werden mit cfdisk die neuen Partitionen auf der Zielplatte angelegt und mit mkfs.ext3 formatiert (Mein Beispiel: hda1 = swap, hda2 = / hda3 = /var/lib/video.00). Die Zielfestplatte wird als hdb an den PC angeschlossen und anschließend wird knoppix gebootet. Nun werden hda2 und hdb2 gemountet. rsync kopiert nun die Dateien:
rsync -avz /mnt/hda2/* /mnt/hdb2
Nach Abschluß muß der MBR auf der Zielpatte erstellt werden, damit die neue Festplatte bootfähig wird. Dies geschieht mit grub-install. Dazu wird die Zielfestplatte nun auf Master gejumpert und und nochmals von knoppix gebootet:
mount /mnt/hda2
grub-install –root-directory=/mnt/hda2 /dev/hda
Nun sollte die neue Festplatte problemlos ins neue Debian booten. Das Beispiel setzt voraus, daß das Partitionsschema von Quelle und Ziel identisch ist. Ist dies nicht der Fall müssen noch diverse Dateien manuell angepasst werden. Gleiches gilt, wenn von PATA auf SATA kopiert wird (/etc/fstab, /boot/grub/menu.lst, /boot/grub/device.map). Auf diese Weise kann man auch sehr elegant seinen eigenen root Server zu Hause konfigurieren und mit rsync zum Provider kopieren!
Netzwerkkarten und Soundkarten werden normalerweise problemlos gefunden, wenn sich die Komponenten des Quell- und Zielsystems unterscheiden. Wer eine GUI betreibt muss evtl. noch mit dpkg-reconfigure xserver-xorg die Grafikkarte neu konfigurieren.

Fritz Card Treiber: ein ständiges Ärgernis

Saturday, July 21st, 2007

Nachdem der neue 2.6.22 Kernel installiert wurde war es wieder soweit. Ein Funktionstest ergab, dass alles außer der Fritz Card PCI fehlerfrei funktionierte. Für mich keine neue Erkenntnis. Allerdings war es diesmal ziemlich schwierig die Karte zu reaktivieren. Hilfe kam nach dem Download der folgenden Treiber:
wget -d -r -c http://opensuse.foehr-it.de/testing/2.6.22/fritz/
Um den Treiber für die PCI Karte zu kompilieren wechselt man in den Ordner fcpci. Dort wird in der Datei main.c zuerst die Zeile mit dem Eintrag pci_module_init gesucht. Dieser wird ersetzt durch pci_register_driver. Nun kann nach einem make der Treiber fcpci.ko nach lib/modules/2.6.22.1/extras/ kopiert werden. Ein abschließendes depmod -ae und lsmod fcpci lädt den Treiber. Die Capisuite funktioniert seither wieder unter 2.6.22.

initrd.img erzeugt kernel panic

Saturday, July 21st, 2007

Kernel Bäcker unter Debian erzeugten ihre initrd.img bisher mit dem Befel mkinitrd. Der Befehl unter Debian Sarge lautete z.B:
mkinitrd -o /boot/initrd.img-2.6.8-2 2.6.8.2
Die neuen Kernel für Debian können mkinitrd nicht mehr benutzen. Unter lenny oder auch beim Selbstbau mit 2.6.22.1 muß mkinitramfs benutzt werden:
mkinitramfs -o /boot/initrd.img-2.6.22.1 2.6.22.1

VDR: DVB-S und DVB-T gemeinsam

Wednesday, July 18th, 2007

Schwierig wird es immer dann, wenn nur eine SAT Leitung zum VDR liegt. Wer einen VDR betreibt, kann mit DVB-T aufnehmen und mit DVB-C einen Kanal live sehen (oder umgekehrt). Dazu muss lediglich die vorhandene channels.conf angepasst werden. Hinter die vorhanden Satelliten Kanäle (in der channles.conf) werden die Kanäle von DVB-T angehängt. Per Fernbedienung kann dann ausgewählt werden.

DVB-T in Freiburg

Wednesday, July 11th, 2007

Seit 10.07.07 ist es soweit. Der Kaiserstuhl versorgt die Freiburger Bucht mit 11 Kanälen. Der Empfang in der March ist bereits mit einer kleinen Zimmerantenne möglich. Ich habe mir die DigiVOX miniII von MSI besorgt (< 30 EUR). Aber nun der Kick: Funzt sie unter Linux? Der erste Versuch mit einem vanilla Debian Kernel 2.6.18 erkennt die Karte nicht. Macht ja nichts, seit 09.07.07 gibt es ja den neuen Kernel 2.6.22. Schnell (naja) eingespielt und schon wird die digitale TV Karte erkannt. Ein dmesg beschwert sich aber noch über die nicht vorhandene Firmware (dvb-usb-digivox-02.fw). Die Datei wird unter Debian nach /usr/lib/hotplug/firmware (Ubuntu: /lib/firmware!!) kopiert. Danach meldet dmesg einen einsatzklaren DVB-T Empfänger. Der Rest erfolgt nach der Anleitung von Johannes Bauer (Kanäle für Freiburg: 33, 39 und 52). Hier noch ein screenshot des Treibers (m920x):

Oder die channels.conf für Freiburg hier downloaden. Wie gehts es weiter nach dem download? Ein erster Test kann mit vlc durchgeführt werden. vlc starten und mit “Datei öffnen” einfach die channels.conf laden. Dann sollte es so aussehen:

Oder lieber mit Kaffeine? Dazu kopiert man die Datei Scanlist.txt nach $HOME/.kde/share/apps/kaffeine/dvb-t. Die Datei wird dort umbenannt in de-Freiburg. Kaffeine benötigt noch die Pakete libxine1 und libxine1-plugins. Nach der Installation startet man Kaffeine und wechselt in das Menü: DVB -> Kanäle. In “Suche auf” wählt man de-Freiburg und startet den Suchlauf. Die gefundenen 11 Kanäle werden mit “Ausgewählte Hinzufügen” in die Kanalliste übertragen.
Zum Schluß noch VDR. Die VDR channels.conf ist nicht kompatibel. Sie muß mit w_scan erzeugt werden.

User Agent mit Privoxy verändern

Friday, July 6th, 2007

Wer Webserver Logfiles häufig analysiert, muss bei der Auswertung manchmal dafür sorgen, dass seine eigen IP Adresse in der Auswertung nicht erscheint. Durch den Einsatz von Privoxy kann man leicht seinen User Agent verändern. Ein Debian System mit Iceweasel Browswer gibt beispielsweise folgenden User Agent aus:
Mozilla/5.0 (X11; U; Linux i686; en-US; rv:1.8.1.3) Gecko/20070310 Iceweasel/2.0.0.3 (Debian-2.0.0.3-1) .

Verändert man beispielsweise die Datumsinformation in 20073310, so kann man leicht seine eigenen Besuche im Logfile herausfiltern:

cat access_log | grep -v 20073310

Zur Konfiguration des Privoxy trägt man folgende Zeilen in /etc/privoxy/default.action ein:

{+hide-user-agent{Mozilla/5.0 (X11; U; Linux i686; en-US; rv:1.8.1.3) Gecko/20073310 Iceweasel/2.0.0.3 (Debian-2.0.0.3-1)} \
}
/